Bevor man beurteilen kann, ob vegane Mode wirklich ökologisch ist, muss man den Begriff Veganismus verstehen. Vegan zu sein bedeutet, alle tierischen Produkte aus der Ernährung auszuschließen und einen tierfreundlichen Lebensstil zu führen. Kein Fisch, kein Fleisch, keine Eier, kein Honig, keine Milch … All diese Lebensmittel werden durch pflanzliche Proteine ersetzt.
Hat der Veganismus einen geringeren Umwelteinfluss als eine omnivore Ernährung?
Die positiven Aspekte des Veganismus
- Die Fleisch- und Milchindustrie ist sehr umweltschädlich, da sie große Mengen an Wasser, Land und fossilen Brennstoffen verbraucht sowie Treibhausgasemissionen und andere Formen der Umweltverschmutzung erzeugt. Diese Industrie ist zudem für 91 % der Abholzung im Amazonasgebiet verantwortlich und die Hauptursache für den Verlust der biologischen Vielfalt auf der Erde. Durch vegane Ernährung reduziert man den ökologischen Fußabdruck unserer Ernährung erheblich. Sie gilt übrigens als die am wenigsten umweltbelastende Ernährungsweise.
- Mehr als 1,1 Milliarden Tiere werden jedes Jahr in Frankreich geschlachtet, Fische und die Meereswelt nicht mitgezählt. Mehr als 80 % dieser Tiere stammen aus der Massentierhaltung. Es ist außerdem wichtig, die beklagenswerten Haltungsbedingungen hervorzuheben, denen diese Tiere ausgesetzt sind: genetische Manipulationen, unerträgliche Lebensbedingungen, Stress und lebendige Verstümmelungen vor dem Transport und der Schlachtung. Vegan zu sein bedeutet also, ethischer und im Respekt gegenüber dem Tier zu konsumieren.

Die Grenzen des Veganismus
- Aus ökologischer Sicht zeigen einige Studien, dass veganer Konsum nicht zu 100 % ökologisch ist. Auch die pflanzliche Produktion erfordert Wasserverbrauch. Dieser ist zwar geringer als bei der Fleischproduktion, aber dennoch erheblich.
- Eine vegane Ernährung kann gesundheitsschädlich werden, wenn sie schlecht begleitet wird. Der fehlende Anteil tierischer Proteine muss durch pflanzliche Proteine ersetzt werden. Dieser Modetrend wird manchmal schlecht verstanden oder umgesetzt, und viele Menschen kennen die entsprechenden Äquivalente nicht.
Und was ist mit den Marken?
Das Vegan-Label, das auf zahlreichen Mode- und Kosmetikprodukten zu finden ist, ist ein Begriff, der derzeit weder verpflichtend noch gesetzlich geregelt ist. Es gibt kein Gesetz, das die Erstellung eines eigenen "vegan"-Piktogramms verbietet, was häufig zu Missbrauch oder irreführender Werbung führt. Es gibt jedoch europäische Verbände oder offizielle Agenturen, die von Verbrauchern anerkannt werden. Die Vegan-Zertifizierung dieser Organisationen ist kostenpflichtig, garantiert dem Verbraucher jedoch eine vegane Rückverfolgbarkeit vom Feld bis auf den Teller. Es empfiehlt sich stets, zu prüfen, was das Vegan-Label bedeutet, welche Anforderungen es stellt und wie die Zertifizierungen überwacht werden.
Es ist ebenfalls wichtig zu betonen, dass der Kauf und Konsum veganer Produkte nicht zwangsläufig bedeutet, dass diese Produkte umweltverantwortlich, ökologisch oder gesund für unseren Körper und die Umwelt sind. In der Kosmetik beispielsweise kann ein Produkt vegan und ohne tierischen Ursprung sein, aber dennoch nicht sehr saubere Inhaltsstoffe wie Silikone oder Parabene enthalten.
Den Veganismus im Alltag zu leben, hat viele positive Auswirkungen auf den Planeten und unseren Körper. Es ist jedoch notwendig, den Veganismus in seiner Gesamtheit neu zu definieren und sich nicht ausschließlich auf die Ernährung zu konzentrieren, um einen ökologischeren und gesünderen Lebensstil zu führen. Man kann also vegan sein, ohne zwangsläufig ein verantwortungsvolles Verhalten an den Tag zu legen.
Genau deshalb verpflichten wir uns bei Zèta, Ihnen vegane Produkte anzubieten – und noch mehr: alle unsere Schuhe sind aus recycelten und recycelbaren Materialien gefertigt. Wir haben außerdem die Zwischenhändler in der Produktionskette reduziert, Lieferungen außerhalb Europas eingestellt und achten stets darauf, so transparent wie möglich zu bleiben.
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